Barfuß, nass und voller MatschWarum Naturerfahrungen im Sommer Kinder stark machen
Sommer ist für Kinder die Zeit, in der die Welt draußen zur größten Spielwiese wird. Wiese, Sand, Wasser, Kieselsteine – jede Oberfläche fühlt sich anders an, jeder Schritt ist eine kleine Entdeckung. Was für Eltern oft wie unbeschwertes Spielen aussieht, ist aus entwicklungspsychologischer Sicht weit mehr. Naturerfahrungen im Sommer liefern Kindern genau jene Reize, die Gehirn, Muskulatur und Selbstvertrauen zum Wachsen brauchen.
1. Warum ist Barfußlaufen mehr als nur ein Sommervergnügen?
Wenn ein Kind barfuß über Wiese, Sand oder warme Steine läuft, trainiert es dabei unbewusst Dutzende kleiner Fuß- und Beinmuskeln, die in Schuhen kaum gefordert werden. Jeder Untergrund fühlt sich anders an, und der Fuß muss sich ständig neu anpassen. Das schult Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Trittsicherheit – Fähigkeiten, die auch weit über den Sommer hinaus wichtig bleiben. Solange der Untergrund sicher ist, also frei von Glas oder anderen scharfen Gegenständen, dürfen Sie Ihr Kind ruhig öfter ohne Schuhe laufen lassen. In unseren Denk mit Kitas nutzen unsere Erzieher:innen den Garten gezielt, damit Kinder genau solche Erfahrungen sammeln können.
2. Wie fördert Bewegung im Freien die kindliche Entwicklung?
Draußen ergeben sich ganz automatisch Bewegungsformen, die drinnen kaum entstehen: über einen Baumstamm balancieren, auf einen niedrigen Ast klettern, mit bloßen Händen im Matsch wühlen. Dabei trainiert Ihr Kind nicht nur Kraft und Koordination, sondern lernt auch, Risiken selbst einzuschätzen – wie weit es springen kann, wie fest es sich festhalten muss. Genau diese kleinen, selbst gemeisterten Herausforderungen stärken das Vertrauen in den eigenen Körper.
Kinder, die regelmäßig im Freien aktiv sind, entwickeln ein stabiles Körpergefühl, das ihnen in vielen Alltagssituationen zugutekommt. Unsere Erzieher:innen begleiten diese Prozesse bewusst – mit Raum für Eigeninitiative und ohne überflüssige Einschränkungen.
3. Was bedeuten Naturerfahrungen für die emotionale Entwicklung?
Freies Spiel im Freien wirkt auch auf die Gefühlswelt von Kindern. Ohne festes Programm und ohne ständige Anleitung entscheidet Ihr Kind selbst, was es als Nächstes erkundet. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit – „Ich entscheide, ich schaffe das" – ist ein wichtiger Baustein für ein gesundes Selbstbewusstsein. Gleichzeitig wirkt die Konzentration auf ein Blatt, einen Käfer oder eine Pfütze oft beruhigend und ausgleichend. Das ist besonders nach aufregenden oder anstrengenden Tagen spürbar. Unsere Erzieher:innen wissen, wie viel ein ruhiger Moment am Ameisenhaufen leisten kann.
Bereit unsere Kitas kennenzulernen?
Neugierig, wie Naturerfahrungen in unseren Kitas gelebt werden? Vereinbaren Sie einen Termin mit der Kita-Leitung oder merken Sie jetzt in weniger als 2 Minuten einen Kita-Platz vor. Die Kontaktdaten finden Sie auf der jeweiligen Einrichtungsseite.
4. Wie können Sie Naturerfahrungen im Alltag fördern?
Sie brauchen dafür keinen Wald und keinen großen Garten. Ein Park, ein Stück Wiese oder sogar ein paar Pflanzkübel im Hof reichen oft schon aus. Wichtig ist vor allem eines: Zeit ohne festen Plan.
Lassen Sie Ihr Kind das Tempo bestimmen, auch wenn es bedeutet, fünf Minuten lang denselben Stein zu betrachten. Eine Schaufel, ein alter Becher oder ein Eimer genügen als Spielzeug. Nasse oder schmutzige Kleidung ist an einem Sommertag kein Problem, sondern ein gutes Zeichen.
5. Häufig gestellte Fragen
Ist Barfußlaufen für jedes Kind geeignet?
Für die meisten Kinder ja, solange der Untergrund sicher und frei von spitzen Gegenständen oder Glasscherben ist. Bei bestehenden Fußfehlstellungen oder anderen medizinischen Fragen sprechen Sie das am besten mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt ab. Im Kita-Alltag achten unsere Erzieher:innen selbstverständlich auf die Sicherheit des Außengeländes.
Wie viel Zeit im Freien ist sinnvoll?
Es gibt keine feste Mindestzeit, die für jedes Kind passt. Entscheidender als die Dauer ist die Qualität: regelmäßige, unverplante Zeit draußen wirkt sich meist positiver aus als ein einzelner, langer Ausflug. Schon täglich 30 bis 45 Minuten freies Spiel im Freien machen einen spürbaren Unterschied.
Was, wenn mein Kind sich nicht schmutzig machen möchte?
Das ist vollkommen in Ordnung. Manche Kinder brauchen mehr Zeit, sich an neue Texturen wie Matsch oder feuchten Sand zu gewöhnen. Drängen Sie nicht, sondern bieten Sie es immer wieder spielerisch an – etwa zunächst nur mit den Fingerspitzen.
Wie begleiten Erzieher:innen Naturerfahrungen in der Denk mit Kita?
In unseren Kitas ist der Aufenthalt im Garten und im Freien ein fester Bestandteil des Tagesablaufs. Unsere Erzieher:innen schaffen bewusst Raum für ungelenktes Entdecken und begleiten Kinder dabei, ohne jede Situation zu steuern. Das pädagogische Konzept, das hinter diesem Ansatz steht, haben wir über mehr als 30 Jahre in Bayern und Baden-Württemberg entwickelt und erprobt.
Möchten Sie sehen, wie Naturerfahrungen bei uns konkret aussehen? Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit unserer Kita-Leitung – die Kontaktdaten finden Sie auf der jeweiligen Einrichtungsseite. Sie können auch in weniger als zwei Minuten einen Kita-Platz vormerken.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
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Unsere Einrichtungen in München befinden sich unter anderem in Schwabing, Bogenhausen, Haidhausen, Giesing, Sendling, Aubing, Freiham, Neuperlach und Am Hart. Jede Kita hat ihren eigenen Außenbereich, in dem Kinder täglich Naturerfahrungen sammeln können – von der Matschküche bis zum Kräuterbeet.
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